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Medien Manager / 07.07.2011

Mobile als Massenprodukt

Mobile als eigenständiges Medium und Fokus auf den Content - das waren zentrale Ansagen des Expertenforums "Mobile Media 2011" der VDZ Akademie in Hamburg Anfang Juni. Apps jedoch werden keine große Zukunft haben, so der Tenor der Vorträge, während mobilen Websites auf Basis der neuen Programmiersprache HTML5 viel Potenzial prophezeit wird. In der Zwischenzeit jedoch - das lehrte das vergangene Jahr - könnten Verlage Apps als eigenes Medium erfolgreich nützen, wenn dessen Charakter verstanden werde. Juan Señor, UK-Director der Innovation Media Consulting Group, plädierte dabei für differenzierte Inhalte auf differenzierten Plattformen: "Es ist weder Print noch Web, es ist App. Print werde sich künftig immer mehr zur Haute Couture entwickeln, Verlage bräuchten auch für die Apps hochwertigen journalistischen Inhalt. Darüber hinaus müssten sie aufpassen, die Hoheit über Preise und Kundendaten nicht zu verlieren: Apple will der weltumspannende App-Kiosk werden, aber was bleibt dann übrig für die Verlage?

Auf Premium-Apps gesetzt. Beim Hamburger Axel Springer Verlag habe man von Anfang an stark auf (zu bezahlende) Premium-Apps gesetzt. "Wir kommen aus der Printwelt und haben unsere Inhalte immer mit Print- und Anzeigenerlösen monetarisiert. Es gibt für die Verlage daher die Verpflichtung, einen zweiten Erlösstrom aufzubauen, so Donata Hopfen, Geschäftsführerin Bild Digital bei Axel Springer. Mobile Besonderheiten wie zeitliche Datenzugriffe müsse man kennen und berücksichtigen. Eigenformate für Apps. "Das Beispiel für ein forciertes Eigenformat war die komplette Mobile-Neuentwicklung des Schweizer Formates "The Collection, die Chefredakteur Peter Hossli vorstellte. "The Collection" ist ein im April 2011 gelaunchtes Mobile-Produkt des Ringier Verlages, das den Anspruch verfolgt, das Tablet so weitreichend wie  möglich zu nützen. Ein Kennzeichen von "The Collection" sei neben dem hochwertigen Journalismus die starke Interaktivität, die sogar für die Werbung gelte. Tablet-User erwarten nicht PDFs.


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